
Wieso Linux im Jahr 2026 eine interessante Chance ist – nicht nur für Dein Gerät 🐧
2016, 2017, 2018, 2020, … 2025, … – all die Jahre sollte das „Jahr von Linux“ endlich kommen. Es ist beinahe das gleiche Ritual beim Jahreswechsel oder bei wichtigen Updates von Windows, dass das Linux-Jahr ausgerufen wird. Zuletzt beim Auslaufen des Supports für viele Windows-10-Geräte.
Nun haben wir bald das letzte Quartal des Jahres 2026 und doch: Linux ist auf zwei meiner Laptops gelandet und auf einem davon, dem Surface Laptop, schreibe ich gerade diesen Artikel. Also ist es nun 2026 soweit? Wir betrachten die Sache einmal gemeinsam – nicht nur aus der IT-Perspektive.
Der Funke – Linux und Open Source Philosophie🐧
Doch wie ist es dazu gekommen, dass ich diesen Artikel unter Linux schreibe? So wahrscheinlich ist es gar nicht gewesen. Viele Jahre war ich zumindest tief im Ökosystem von Microsoft: Outlook, Office, OneDrive und natürlich seit 2006 ein Windows-User. Viele Jahre habe ich auch aktiv als Windows Insider verschiedene Versionen getestet und Feedback gesendet. Also wieso die Veränderung?
Inspiriert haben mich zunächst YouTube-Videos aus der Richtung des „frugal livings“ – also eines sparsamen und bewussten Lebensstiles, welcher mit dem Kauf hochwertiger und nachhaltiger Produkte zusammenhängt. Diese sollten dann gepflegt, repariert und möglichst lange genutzt werden. Ein Schritt weg von der „Wegwerfmentalität“ hinzu einer Einstellung, Dinge zu schätzen, lieben und zu pflegen.
Das brachte mich dazu Linux auf einem älteren Laptop, den ich vor langer Zeit geschenkt bekommen habe, einfach mal auszuprobieren, um seine Leistung im Jahr 2026 zu testen.
Linux ist anders – Das ist die ganze Magie, nicht nur für den PC, sonders für den Kopf
Windows oder MacOS ist einfach da und läuft. Beim Kauf dabei gewesen. Linux zu installieren ist zunächst nicht ganz so einfach. Man muss recherchieren, sich für eine Distribution entscheiden, dann auf einen USB-Stick packen und anschließend installieren. Und dann ja… Manche Treiber können unter Umständen nicht funktionieren. Als ich CachyOS auf einem Macbook installiert habe, hat das WLAN nicht funktioniert. Per Terminal (also Texbefehle) musste ich die Treiber nachinstallieren. Und es dauerte eine Stunde voller Versuche und des Lesens – frustrierend? Ja. Aufgegeben? Nein.
Das ist der Punkt. Nachdem ich angefangen habe mich mit Linux zu befassen, habe ich wieder das gute Gefühl gehabt, mir selbst eine Herausforderung zu stellen. Etwas Neues lernen und ausprobieren, dranbleiben und nicht aufgeben, da es sich lohnt und es Spaß macht eine Lösung zu finden und etwas zu lernen. Das ist die Magie, die mich gepackt hat. Linux hat unterschiedliche Distributionen und Desktop-Umgebungen. Bisher habe ich auf verschiedenen Laptops Fedora, CachyOS, Ubuntu und GNOME und KDE ausprobiert. Und es fühlt sich wie ein neues Hobby an, bei dem ich wieder etwas dazulernen kann. Auch anderen voller Begeisterung zu erzählen, dass man gerade Fedora installiert hat und das Lieblingsspiel doch funktioniert – auch, wenn die Zuhörer die Freunde vielleicht nicht in dem Ausmaß der Euphorie nachempfinden können😉
Kurzgesagt: Linux hat mir geholfen, bequeme Gewohnheiten aufzubrechen und auch mal etwas Neues zu wagen. Das habe ich bereits mit 11 Jahren gemacht, als ich auf mein HTC Desire Custom Roms installiert habe, um ein zusätzliches Spiel auf der SD-Karte zu installieren. Und mit 11 Jahren war es Neuland – mit vielen Fehlern, aber gleichzeitig war genau dieses Experimentieren der Beginn meines Hobbys mit Technik, Laptops und Handys.
Für mich ist 2026 das Linux-Jahr. Jedoch als Symbol und Erinnerung, manchmal doch ein Experiment zu wagen. Einen neuen Weg zu gehen, ein anderes Café zu besuchen, etwas zu machen was man wollte, aber unsicher war. Und niemals die Neugier zu vergessen, denn nur so können wir etwas lernen – egal, ob im Leben oder auf dem Laptop.
P.S.: Tech-Themen werden uns in der kommenden Zeit mit GrapheneOS, Linux und Open Source definitiv auf dem Blog begleiten!
~ Casper